Pressemitteilung zum Rücktritt von Inge Gula
Inge Gula hat ihren Rücktritt als Ortschaftsrätin erklärt. Ihre Mandate als Stadträtin und Kreisrätin wird sie weiterhin wahrnehmen.
Die Haagener SPD bedauert die Entscheidung zur Mandatsniederlegung außerordentlich. Denn Inge Gula ist seit über drei Jahrzehnten die profilierteste und angesehendste Kommunalpolitikerin in Haagen und kann auf eine fast fünfzehnjährige erfolgreiche Amtszeit als Ortsvorsteherin von Haagen zurückblicken. Bei der letzten Ortschaftsrats-wahl in Haagen im Juni 2009 erhielt sie zum wiederholten Male von allen Kandidatinnen und Kandidaten aus allen Parteien die meisten Stimmen und den höchsten Zuspruch aus der Bevölkerung.
Der Rücktritt erfolgt aus Enttäuschung und Verärgerung über das unfaire Verhalten, besonders der Freien Wähler anläßlich der Ortsvorsteherwahlen in Haagen, die das Gespäch mit der SPD im Vorfeld verweigert haben und sich bis heute nicht zu den Gründen ihrer Entscheidung gegenüber den Bürgern geäußert haben. Inge Gula sieht in diesem Verhalten keine Grundlage mehr für eine tragfähige Zusammenarbeit im Ortschaftsrat. Die Vertreter der Freien Wähler haben ihre Entscheidung mit keinem Wort im Ortschaftsrat und keinem Wort im Gemeinderat begründet. Der Amtshinhaber von der CDU hat sich im Ortschaftsrat und Gemeinderat lediglich selbst gute Arbeit bescheinigt. Der SPD-Vorstand stellt fest, dass kein Mensch weiss mit welchen Inhalten eine Koalition von CDU und Freien Wählern in Haagen vereinbart wurde, wie während des Wahlvorganges vom Ortsvorsteher behauptet. „CDU und Freie Wähler in Haagen und Lörrach haben demonstriert, dass der klare Wählerwille keine Bedeutung für sie hat und sie es nicht für nötig halten, den Wählerinnen und Wählern ihre Entscheidung zu erklären“, so das Fazit der ausscheidenden Haagener Ortschaftsrätin Inge Gula.
Der Vorstand der SPD Haagen hat großen Respekt und Verständnis für die Beweggründe der Entscheidung von Inge Gula. „Hätte der amtierende Haagener Ortsvorsteher ebenso einen eindrucksvollen Stimmenzuwachs für seine bisherige Amtszeit wie seine Amtskollegen in Hauingen und Brombach erhalten, wäre er ebenso einmütig wiedergewählt worden. So aber muss er damit leben, dass jedenfalls ein Großteil der Haagener Bevölkerung ihm nicht das Mandat für eine weitere Amtszeit erteilt hat“, resümiert Christa Rufer, die Haagener SPD-Vorsitzende. Und Alfons Kunzer, der stellvertretende SPD Vorsitzende, bedauert, dass alle vorgesehenen Termine sich an einen Tisch zu setzen und miteinander über eine für alle Seiten tragbare Lösung zu reden, mit fadenscheinigen Ausreden von Freien Wählern als auch der CDU in Haagen abgesagt wurden. Nach vielen persönlichen Gespächen mit Bürgern berichten Ortschaftsrat Norbert Bauer und SPD-Vorstandsmitglied Michael Greiner von weiterhin bestehendem Unverständnis und Enttäuschung vieler Bürger darüber, dass die SPD den Ortsvorsteher nicht stellen kann, trotz des Zugewinns von einem Sitz und der Fraktionsgröße von 4 Mandaten der SPD gegenüber zwei Mandaten der CDU.